Suppen-Tradition

Die Suppe gehört zu den traditionsreichsten und beliebtesten Nahrungsmitteln auf dem menschlichen Speiseplan. Dabei stammt etwa jede zweite Tellerportion aus industrieller Fertigung.

Veränderte Koch- und Verzehrgewohnheiten
Der Absatz zeigt, dass Convenienceprodukte auf dem Vormarsch sind. Für Dirk Radermacher, Sprecher des Deutschen Suppeninstituts, hängt diese Entwicklung mit den veränderten Koch- und Verzehrsgewohnheiten der Deutschen zusammen: „Die Lust am Kochen lässt spürbar nach. Fertigsuppen sind qualitativ hochwertige Convenience – Produkte, bei denen der Verbraucher schnell und mit wenig Aufwand das Essen auf den Tisch bringen kann.“

Heute soll es in der Küche vor allem schnell und ohne großen Aufwand gehen. Das bestätigt eine Nielsen-Umfrage. 47 % der Befragten gaben an, dass sie am liebsten Gerichte kochen, „die schnell gehen“. Kochte noch vor zehn Jahren ein Viertel der Bevölkerung nach eigenen Angaben gern, waren es fünf Jahre später nur noch 18 %. Der Außerhaus – Verzehr von Fertigsuppen, z.B. im Büro, ist daher stark angestiegen.

Die Deutschen essen ihre Suppe am liebsten selber. Nur gut 5 % vom Gesamtumsatz der Suppenindustrie werden exportiert. Die Hauptexportländer sind dabei die westlichen EU – Nachbarn mit einem Anteil von über 50 % des Gesamtexports. Importe machten ebenfalls um 5 % des Umsatzes aus. Hauptimporteure sind die Niederlande und Belgien. Das lässt darauf schließen, dass unser Suppengeschmack demjenigen unserer direkten Nachbarn in Europa ähnelt.

Wann essen die Deutschen Suppe?
Samstag ist der Suppentag: An diesem Wochentag schätzen sie 80 % der Verbraucher (West 76 %, Ost 90 %), zum Abendessen – am häufigsten von Montag bis Freitag – sind es 29 % (West 28 %, Ost 31 %). Selbst zum Frühstück (1 %), zwischendurch am Vormittag (1 %) oder am Nachmittag (2 %), aber auch am späten Abend (3 %) spielt die Suppe für manche Verbraucher eine Rolle.

Gebundene und klare Suppen liegen in der Gunst des Verbrauchers praktisch gleich auf. Dabei gibt es keine regionalen Unterschiede, dieses Verhältnis gilt von Nord bis Süd und im Osten wie im Westen.
Kleine Besonderheiten: Hochzeitsuppe wird in Norddeutschland besonders gern gegessen, Kartoffelsuppe dagegen in Bayern; die Fans der Tomatensuppe sind im Durchschnitt jünger als Spargelsuppen-Genießer.

Die Hitliste der beliebtesten Fertigsuppen finden sie hier: Suppen-Zeit & Suppen-Hits

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