Rund um die Suppe

Die Suppe in Deutschland

Die Suppe gehört zu den traditionsreichsten und beliebtesten Nahrungsmitteln auf dem menschlichen Speiseplan.

Industriell hergestellte Suppen: Hochwertig, schnell und einfach
Über die Hälfte der Suppen, die in Deutschland verzehrt werden, wird industriell hergestellt; im Jahr 2014 waren das gut 200 Tausend Tonnen Suppen und Brühen. Rund ein Viertel der gesamten Menge entfällt dabei auf das Großverbrauchergeschäft der Gastronomie.

Der Absatz zeigt, dass Instant- und Trockensuppen auf dem Vormarsch sind. Für Dirk Radermacher, Sprecher des Deutschen Suppeninstituts, hängt diese Entwicklung mit den veränderten Koch- und Verzehrsgewohnheiten der Deutschen zusammen: „Die Lust am Kochen lässt spürbar nach. Fertigsuppen sind qualitativ hochwertige Convenience – Produkte, bei denen der Verbraucher schnell und mit wenig Aufwand das Essen auf den Tisch bringen kann.“

Heute soll es in der Küche vor allem schnell und ohne großen Aufwand gehen. Das bestätigt eine Nielsen-Umfrage. 47 Prozent der Befragten geben an, dass sie am liebsten Gerichte kochen, „die schnell gehen“. Kochte noch vor rund zehn Jahren ein Viertel der Bevölkerung nach eigenen Angaben gern, waren es fünf Jahre später nur noch 18 Prozent. Der Außerhaus-Verzehr von Fertigsuppen, etwa im Büro, ist daher stark angestiegen.
Die Deutschen essen ihre Suppe am liebsten selber. Nur gut fünf Prozent vom Gesamtumsatz der Suppenindustrie werden exportiert. Die Hauptexportländer sind dabei die westlichen EU – Nachbarn mit einem Anteil von über 50 Prozent des Gesamtexports. Importe machen ebenfalls um fünf Prozent des Umsatzes aus. Hauptimporteure sind die Niederlande und Belgien. Das lässt darauf schließen, dass unser Suppengeschmack demjenigen unserer direkten Nachbarn in Europa ähnelt.

 

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