Suppen-Etikette

Bild: © Rainer Sturm / pixelio.de / www.pixelio.de

Korrekter Suppe essen –

der zeitgemäße SUPPEN-KNIGGE

Suppen werden mit dem Löffel, der rechts von Ihrem Gedeck liegt gegessen. Wenn der Suppenlöffel klein genug ist, wird er in den Mund geführt, größere Exemplare führt man seitlich an den Mund.

Suppen, ob mit oder ohne Einlage, werden alternativ in Tellern oder Tassen serviert. Die klare Suppe in einer Suppentasse, die aus Ober- und Untertasse besteht. Den einmal benutzten Löffel legen Sie dabei stets auf der Untertasse ab, nie in die Tasse hinein oder auf das Tischtuch zurück. Die Tasse mit Henkeln darf nach „alter“ gesellschaftlicher Etikette zum Mund geführt werden. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass nicht das Leeren, bzw. Aufessen jedes Ganges den guten Stil zeigt, sondern das gemeinsame Zelebrieren eines guten Essens und dabei kann die Tasse vor dem Gesicht jedes Gastes doch erheblich stören. Zudem darf ein letzter vornehmer Tropfen getrost im Teller und auch im Glas verbleiben.

Standen jedoch die Gastgeber für das Zubereiten des Menüs den ganzen Tag in der Küche und Ihnen schmeckt die Suppe so gut, dass Sie nicht genug davon kriegen können, wird es sicher als sympathisches Zeichen akzeptiert, wenn Sie die Tasse zum Mund führen und auch noch den letzten Schluck austrinken.

Die gebundene Suppe wird im Teller serviert. Nicht besonders stilvoll wirkt es, den Suppenteller zu sich hin zu kippen um den Rest heraus zu löffeln. Vielmehr hebt man den Teller von sich weg an und löffelt dann auf den gegenüberliegenden Tellerrand hin die restliche Suppe aus.

Bei Suppen mit unhandlichen oder nicht mundgerechten Einlagen, z. B. Teigtaschen oder langen Fadennudeln, dürfen Sie diese entweder mit dem Löffel zerteilen oder behelfen sich mit der Gabel und schieben die sperrige Einlage auf den Löffel.

Ist eine Suppe mit verschiedenen Toppings wie Kräutern, Croûtons, etc. vorgesehen, so streuen Sie diese je nach Geschmack mit dem dazu servierten Löffel direkt auf die Suppe. Schwieriger kann es werden, wenn eine geröstete Toast- oder Käsescheibe zum Beispiel auf einer Zwiebelsuppe liegt. Die jeweilige Scheibe wird mit Löffel und Gabel, bzw. Messer geteilt und anschließend mit dem Löffel gegessen.

Heiße Suppe sollte nicht durch heftiges Pusten abgekühlt werden [auch wenn es natürlich effektiv ist, wie die Wissenschaft weiß]. Das Pusten sieht nicht nur wenig elegant aus, es geht auch schnell etwas daneben, warnt die Image-Beraterin Eva Ruppert. Die Expertin rät: „Den Löffel nur zur Hälfte oder max. zwei Dritteln füllen und vom kühleren Tellerrand nehmen.“ Ein gutes Mittel gegen zu heiße Suppen ist natürlich auch etwas Geduld.

Absolut tabu: Das Brot in die Suppe tunken! Möchten Sie der klaren Suppe etwas mehr Substanz geben, legen Sie kleine Brotstückchen in die Suppe und löffeln Sie diese wie eine Einlage heraus.

Die Tipps stammen von der Image-Beraterin Eva Ruppert, die im Übrigen auch deutschlandweit moderierte Business-Dinner veranstaltet. Kontakt: solventurecom.com

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